Fachberatung

Willkommen auf den Seiten der Fachberatung.

Persönlich sind wir für Sie in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli und September jeweils am ersten Samstag des Monats von 15-16 Uhr im Vereinshaus 2/Gerätehaus (direkt beim Eingang Dampierrestraße 16) da.

Zusätzlich finden Sie hier Informationen und Wissenswertes rund um die Tätigkeiten im Kleingarten. Viel Spaß beim durchstöbern der Inhalte …


Bericht des Fachberaters vom 10. Oktober 2019

Das grosse Saubermachen in unseren Gärten beginnt. Der Rasen sollte noch gemäht werden und vom Laub freigehalten werden. In Staudenbeeten jedoch darf gerne das Laub liegen bleiben damit dies als Frostschutz dient.

Laub-und Nadelhecken sollten ebenfalls geschnitten werden um nicht zu ausladend im Winter zu sein und somit Schneebruch zu vermeiden.

Bitte auch die Obstbäume schneiden, zu dichten Wuchs auslichten und wichtig die Fruchtmumien von den Bäumen entfernen!

Wer noch nicht halt sollte noch Leimringe an den Obstbäumen anbringen um diese vor dem Frostspanner zu schützen, bei jungen Bäumen den Stützpfahl nicht vergessen. Weiters sollte auch Beerenobst ausgelichtet und falls nötig geschnitten werden.

Nicht winterharte Kübelpflanzen rechtzeitig ins Winterquartier bringen, auch leichte Fröste schädigen und schwächen die Pflanzen. Sollte kein heller Standort möglich sein ist es besser die Blüten vor dem Einwintern zu entfernen. Vor den ersten Nachtfrösten sollten auch Dahlien eingewintert werden.

Auch ist jetzt der beste Zeitpunkt diverse Zwiebeln von Frühjahrsblühern zu setzen, die Zwiebel sollte doppelt so tief eingegraben werden wie sie hoch ist.

Wichtig ist lockere Erde, zu schwere Erde kann mit Sand und Kompost aufgebessert werden.

Ich wünsche einen farbenfrohen entspannenden Herbst

W.R.

Bericht des Fachberaters vom 12. September 2019

Nach der Sommerpause darf ich sie alle recht herzlich begrüßen. Sind auch einige von uns noch vom Urlaub erschöpft, so ist es an der Zeit uns der kommenden Herbstarbeit zuzuwenden.

Unseren Rasen haben wir Mitte August das letzte Mal gedüngt. Spätere Düngungen sollen nur mit stickstoffarmen Produkten vorgenommen werden, da ansonsten das Wachstum in den Winter getrieben wird.

Unsere Obstbäume sind Großteils abgeerntet. Verbliebene Früchte sollten ehest möglich entfernt werden um Monilia zu vermeiden. Monilia Fruchtmumien sind im Frühling nicht nur für uns, sondern auch für weit entfernte Kulturen eine erhebliche Infektionsgefahr. Monilia befallenes Material gehört in den Restmüll und nicht auf dem Komposthaufen! Leider wissen das immer noch nicht Alle.

Die Ernte von Marillen war vielerorts sehr gut, auch bei Pfirsichen recht zufriedenstellend. Bei Zwetschken trat mancherorts verstärkter Befall durch die Pflaumensägewespe auf, so kam es zu eher geringen Ernteerträgen. Doch dies ist, wie gesagt, regionsweise unterschiedlich.

Mit dem Baumschnitt für Steinobst sollten nun begonnen werden. Spätestens aber nach dem Abernten. Vor dem Auftreten der ersten Nachtfröste, etwa Ende Oktober, sollten Leimringe gegen den Frostspanner an den Stämmen der Bäume und eventuellen Stützpfählen angebracht werden. So kann man einiger maßen sicher sein, dass die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners kleben bleiben und ihre Eier nicht in den Baumkronen ablegen.

Ein im Frühjahr durchgeführter Austrieb Spritzung ist sicherlich eine gute Ergänzung, um die vielleicht doch in den Baumkronen deponierten Ei Gelege zu ersticken.

Austriebs Spritzungen in einzelnen Gärten sind jedoch nicht besonders zielführend. Guten Erfolg kann nur eine flächendeckende Maßnahme über eine gesamte Gartenanlage bringen.

Früh im September kann man sich auch schon Gedanken machen, welche Blumenzwiebel zu setzen sind, um im Frühjahr wieder durch ihre Blütenpracht erfreut zu werden. Jetzt ist auch die Zeit um Stecklinge von Blütensträuchern zu vermehren. Bei Neuanschaffungen aus den bunten Pflanz- und Samenkatalogen achten wir besonders auf Regional heimische Angebote. Pflanzen aus fernen Ländern, also Neophyten, haben in unseren Gärten nichts verloren. Die Gefahr der Einschleppung von neuen Schädlingen, für die es bei uns keine natürlichen Feinde gibt, ist viel zu groß. Auch neue Krankheiten können durch diese Neophyten eingeschleppt werde für die unsere heimischen Kulturpflanzen, Bäume und Sträucher keine Abwehr kennen. Wir erinnern uns an das Sterben der Ulmen und Eschen. Grund war und ist ein aus Asien eingeschleppten Schlauchpilz der in seiner Heimat verhältnismäßig harmlos ist. Oder der Japanische Staudenknöterich, der einmal freigesetzt sich extrem vermehrt, bis zu 30 cm pro Tag wächst und heimische Pflanzen verdrängt.

Aber lassen wir das Unangenehme nicht über uns Besitz ergreifen. Freuen wir uns vielmehr auf die letzten noch kommenden schönen Spätsommer- und Herbsttagen, bevor wir uns voller Tatendrang in die Herbstarbeiten stürzen. So schließe ich meinen heutigen Bericht und bitte genießen sie die noch kommenden schönen Tage.

WM

Bericht des Fachberaters vom 11. Juli 2019

Wir sind im Hochsommer angekommen, die Schulkinder haben Ferien und wir verbringen die meiste Gartenzeit mit giessen ( bitte nicht direkt auf die Pflanzen).

Einmal wöchentlich sollten nun unsere Sommerblumen gedüngt werden, ebenso kann man jetzt Pflanzenbeete lockern und 2 jährige Sommerblumen aussähen.

Regelmässig verblühte Blütenstände von Sträuchern, Stauden und Sommerblumen entfernen.

Im Juli und August wird auch der Sommerschnitt an Obstgehölzen durchgeführt. Bei Jungbäumen und Spalieren werden vor allem Konkurenztriebe sowie kranke und störende Triebe entfernt. Bei stark tragenden Bäumen wird nun ausgelichtet, schlecht tragende Bäume können durch einen stärkeren Sommerschnitt gefördert werden.

Wer trotz aller Vorsicht mit Pilzbefall Probleme hat sollte früh morgens oder spät Abends spritzen – eine gute biologische Möglichkeit ist von NATUREN BIO NETZSCHWEFEL Pilzfrei für Obst, Gemüse und Zierpflanzen.

Neben unseren Pflanzen sollte in trockenen Phasen auch der Kompost zwischendurch gegossen werden um den Verrottungsprozess aufrecht zu erhalten.

Langsam kommen auch immer mehr „Wildstauden“ in die Gärtnereien und sollten auch den Weg in unsere Gärten finden – sind sie doch robuster, bei Bienen sehr beliebt und haben auch teils eine heilende Wirkung.

EINEN SCHÖNEN SOMMER wünschen             Eure Fachberater

WR

Kleingärten sind Oasen der Vielfalt

Am 13. Juni 2019 wurde eine Studie veröffentlicht, die in vielen Medien auszugsweise  publiziert wurde:

Homepage des Zentralverbandes mit allen Materialien:

www.kleingaertner.at

Wien heute vom 13. Juni 2019:

Video: https://tvthek.orf.at/profile/Wien-heute/70018/Wien-heute/14016737/Artenvielfalt-im-Kleingarten/14512487

ORF.AT – Wien:

https://wien.orf.at/stories/3000333/

OTS-Meldung:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190613_OTS0225/studie-biodiversitaet-der-wiener-kleingaerten-belegt-den-artenreichtum-der-kleingaerten-wiens-bild

Bericht des Fachberaters vom 13. Juni 2019


Schon etwas zu warm ist es nach lang anhaltenden, auch heftigen Regengüssen geworden. Plötzlich Hochsommer, wenn auch nicht am Kalender. 
Die letzten frühlingsblühenden Sträucher wurden nach dem Abblühen zurück geschnitten. Denn nur an den einjährigen Trieben werden im kommenden Jahr wieder Blütenknospen ansetzen.

Auch unsere Nadelgehölze, allen voran Eibe und Thujen, die für unsere Kleingärten zu groß werden, sollten schon in jungen Jahren durch Kürzen der Verlängerungstriebe oberhalb der Verzweigung gekürzt werden. Beste Zeit dafür ist jetzt im Juni! Bei Rhododendren werden nach der Blüte die Blütenstände ausgebrochen. Vorsicht auf die Knospen für den Neuaustrieb. Zu Beginn der Hauptblütezeit für Rosen, zumeist im Juni, achten wir auf Rosenrost, Sternrußtau und Rosenmehltau. Eine Spritzung, in Abständen von etwa 14 Tagen, hält diese Ärgernisse in Grenzen.

Unsere Sommerblumen Beete sollten 4-5 Wochen nach Pflanzung gedüngt werden. Vorerst stickstoffreich, dann aber nur sporadisch Phosphor Cali betont. Auch der Rasen sollte bereits seine zweite Düngergabe erhalten haben. Ebenfalls Stickstoff- z. B. Nitramoncal laut Angabe, oder einem Langzeitdünger.

Die Topfpflanzen stehen nun im Freien. Auch hier die Düngegaben nicht vergessen und regelmäßiges Gießen, da die Topfpflanzen schneller austrocknen können als Pflanzen im Gartengrund.

Paradeiser werden an Stäben hochgezogen. Man köpft die Paradeiser Pflanzen nach dem vierten Blütenbüschel. Seitentriebe ausgeizen nicht vergessen. Beim Gießen darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden. Unsere Stangenbohnen sind schon am Weg nach oben, falls wir die Jungpflanzen vor Schneckenfraß bewahrt haben.

Im Kampf gegen Schnecken sind wir für jedes brauchbare Mittel dankbar. Schneckenkorn ist zwar sehr effektiv aber nicht unumstritten.
Am besten hat sich der Schutz des heimischen Tigerschnegels bewährt. Er hält die Ausbreitung der eingeschleppten spanischen orange- bis rotbraunen Nacktschnecke in Grenzen. Sie ernähren sich von Pilzen, welken und abgestorbenen, selten auch von frischen Pflanzenteilen, sowie von Aas und räuberisch von anderen Nacktschnecken.

Der Tigerschnegel kann dabei Exemplare überwältigen, die ebenso groß sind wie er selbst. Weil Schnegel, unabhängig von ihrer Größe, die Eier anderer Schnecken und deren Nachkommen fressen,

sind sie vor allem in Gemüsegärten als Nützlinge und nicht als Schädlinge anzusehen.

Etliche Kirschen sind schon rot. An Marillen Bäumen kann man gute Fruchtansätze sehen. Ebenso an Birne und Zwetschke. Bei Pfirsich und Apfelbäumen dafür eher mäßiger. Doch das ist sicherlich in jedem Garten anders. Nach wie vor Achtung auf Birnengitterrost, sowie Mehltau bei Apfel und Stachelbeere.

Wichtig auch das „Ausdünnen“ bei überreichlichem Fruchtansatz. Die Frucht braucht genügend Platz zum Wachsen und Reifen. Außerdem darf der Baum nicht überlastet werden, damit er Blütenknospen für das nächste Jahr bilden kann. Die überschüssigen Früchte sollten mit der Schere abgeschnitten werden, die Fruchtstiele am Baum belassen. Keinesfalls abreißen.

Bei kräftig zurück geschnittenen Obstbäumen entwickeln sich nun reichliche Wassertriebe. Nichtbenötigte können rechtzeitig mühelos durch Pinzieren, das heißt mit dem Fingernagel abknipsen, entfernt werden.

Und sollten wir die Schneckenplage auch noch halbwegs in den Griff bekommen, dann bleibt uns vielleicht doch noch Zeit, Zeit für den Partner, Unterhaltung mit den Nachbarn, Grillfreuden an milden Abenden oder ganz einfach Zeit nur um den Moment zu genießen.

WM

Es können auch noch für die späte Ernte Bohnen, Radieschen, und Radicchio gesäht werden. Einpflanzen kann man jetzt auch gerne Kohlrabi, Brokkoli, oder Fenchel.

Wer auf Birnbäumen orange Tupfen findet, sollte spätestens jetzt eine Spritzung (mit Baycur 0,05%) in Betracht ziehen.

Werner Rotter