Bericht des Fachberaters vom 13. September 2022


Auch dieser Somme ist wie im Flug durchs Land gezogen. Ich darf sie nach der Sommerpause recht herzlich begrüßen. Nach diesem ziemlich heißen Sommer mit seinen hohen Temperaturen ist es nun Zeit das wir uns auf die kommenden Herbstarbeiten vorzubereiten.

Unseren Rasen haben wir Mitte August das letzte Mal gedüngt. Spätere Düngungen sollen nur mit stickstoffarmen Produkten vorgenommen werden, da ansonsten das Wachstum in den Winter getrieben wird.

Unsere Obstbäume sind Großteils abgeerntet.

Verbliebene Fruchtmumien sollten ehest entfernt werden um Monilia im kommenden Jahr zu vermeiden. Monilia Fruchtmumien sind im Frühling nicht nur für unsere Kulturen, sondern auch für weit entfernte, eine erhebliche Infektionsgefahr.

Monilia befallenes Material gehört in den Restmüll und nicht in dem Kompost!
Bitte achte sie darauf.

Die Ernte von Marillen und Pfirsichen war vielerorts recht unterschiedlich, je nach Sorte und Lage.
Bei Zwetschken trat mancherorts verstärkter Befall durch die Pflaumensägewespe auf,
so kam es zu eher geringen Ernteerträgen. Doch dies ist, wie gesagt, regionsweise unterschiedlich.

Mit dem Baumschnitt für Steinobst sollten nun begonnen werden.
Spätestens aber nach dem Abernten.

Abgeblühte Ziergräser werden erst im Frühjahr geschnitten um zu vermeiden das Wasser in die offenen Halme eindringt und bis in die Wurzeln gefrieren kann. Das kann einen Totalausfall vermeiden.

Vor dem Auftreten der ersten Nachtfröste, etwa Ende Oktober, sollten Leimringe gegen den Frostspanner an den Stämmen der Bäume und eventuellen Stützpfählen angebracht werden. So kann man einiger maßen sicher sein, dass die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners kleben bleiben und ihre Eier nicht in den Baumkronen ablegen.

Ein im Frühjahr durchgeführter Austrieb Spritzung ist sicherlich eine gute Ergänzung, um die vielleicht doch in den Baumkronen deponierten Ei Gelege zu ersticken, ist aber keine Alternative zum Leimring.

Austrieb Spritzungen in einzelnen Gärten sind jedoch ohnehin nicht besonders zielführend.
Guten Erfolg kann nur eine flächendeckende Maßnahme über eine gesamte Gartenanlage bringen.

Früh im September kann man sich auch schon Gedanken machen, welche Blumenzwiebel zu setzen sind, um im Frühjahr wieder durch ihre Blütenpracht erfreut zu werden.
Jetzt ist auch die Zeit um Stecklinge von Blütensträuchern zu vermehren.

Bei Neuanschaffungen aus den bunten Pflanz- und Samenkatalogen achten wir besonders auf
Regional heimische Pflanzen und Samen Angebote.

Pflanzen aus fernen Ländern, also Neophyten, haben in unseren Gärten nichts verloren.

Die Gefahr der Einschleppung von neuen Schädlingen, für die es bei uns keine natürlichen Feinde gibt, ist viel zu groß. Auch neue Krankheiten können durch diese Neophyten eingeschleppt werde für die unsere heimischen Kulturpflanzen, Bäume und Sträucher keine Abwehr kennen.

Aber lassen wir uns dadurch nicht die gute Laune verderben. Freuen wir uns vielmehr auf die letzten noch kommenden schönen Spätsommer- und Herbsttagen, bevor wir uns vollends der Herbstarbeiten ergeben. Deshalb genießen sie die noch kommenden schönen Tage.

WM

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