Fachberatung

Willkommen auf den Seiten der Fachberatung.

Persönlich sind wir für Sie in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli und September jeweils am ersten Samstag des Monats von 15-16 Uhr im Vereinshaus 2/Gerätehaus (direkt beim Eingang Dampierrestraße 16) da.

Zusätzlich finden Sie hier Informationen und Wissenswertes rund um die Tätigkeiten im Kleingarten. Viel Spaß beim durchstöbern der Inhalte …


Bericht des Fachberaters vom 9. Jänner 2024

Dieser Winter findet trotz aller wissenschaftlicher Vorhersagen statt.
Hatten wir im Vorjahr nur ein bisschen Schnee so haben wir in diesem Jahr zum zweiten Mal eine geschlossene Schneedecke.
Wir werden sehen wie lange die weiße Pracht anhält.

Die tiefen Nachttemperaturen haben hoffentlich zu einer deutlichen Dezimierung der Schädlinge für das neue Gartenjahr gesorgt. Trotzdem werden wir gefordert sein sofort bei einem Auftreten von Schädlingen sofort zu reagieren. Besonderes Augenmerk werden wir wieder auf diverse Wanzen Arten, wie die Reiswanze, legen. Andere Schädlinge werden durch unsere Austriebspritzung in Schach gehalten.

Vögel, unsere braven Helfer, sollten weiterhin gefüttert werden. Auch wenn sie kaum vom angebotenen Futter Gebrauch machen.
Scheinbar finden sie immer noch genügend Futter in der Umgebung.

Zu beachten ist aber weiterhin, dass die Futterplätze so installiert sind, dass sie für Angreifer nicht leicht zu erreichen sind. Vor allem sind streunenden Katzen aber auch Eichkätzchen und Raben Feinde unsere Vögel.

In unseren Gärten ist jetzt noch nichts zu tun, außer unsere gefiederten Helfer an den Futterstellen zu beobachten.

Auch halten wir gelegentlich in unsern Gärten Nachschau ob die starken Wind- und Schneelasten der letzten Zeit keine Schäden verursacht haben.

An sonst halten wir die Wege für die wir verantwortlich sind Eis und Schneefrei damit wir alle gut durch die kalte Jahreszeit kommen.

Jetzt bleibt mir nur noch ein erfolgreiches neues Gartenjahr zu wünschen und bleiben sie gesund.
Dazu wünschen die Fachberater für 2024.

WM

Bericht des Fachberaters vom 10. Oktober 2023 – Pflanzenschutzmittel aus der Natur: Efeu

Üppiges Grün im Garten lockt allerlei Schädlinge an.

Statt Insektizide zu versprühen, lohnt es sich, Hausmitteln eine Chance zu geben.

Sind Gemüse, Blumen oder Kräuter etwa von Spinnmilben, Blattläusen und Wanzen befallen, hilft ein Hausmittel das sicher auch in unserem Garten oder zumindest in unserer Nähe wächst.

Efeu,
Efeu enthält in seiner ausgewachsenen Form toxische Wirkstoffe wie Triterpensaponine mit seifenartigen und hämolytischen Eigenschaften. Zusätzlich steckt in allen Pflanzenteilen der toxisch wirksame Stoff Falcarinol.

Falcarinol ist ein natürlich vorkommender ungesättigter Alkohol. Der gegen Schädlinge wirksame Stoff (Pestizid) ist beispielsweise in Karotten, rotem Ginseng (Panax ginseng) und Efeu enthalten er schützt die Wurzeln der Pflanzen vor bestimmten Pilzerkrankungen. Falcarinol ist ein chiraler Alkohol mit zwei Kohlenstoff-Dreifachbindungen und zwei Doppelbindungen.

Alle Teile der Kletterpflanze sind giftig.

Falcarinol kann allergische Reaktionen und entzündliche Hautreizungen hervorrufen.
Beim Schneiden von Efeu, der größere Mengen natürlicher Giftstoffe enthält, werden deshalb leichte Schutzmaßnahmen empfohlen.

Für die Zubereitung von 1 Liter Spritzbrühe brauchen wir vier bis fünf Ruten Efeu mit einer Länge von einem halben Meter. Alle Pflanzenteile werden möglichst kleinteilig zerlegt und in ein Gefäß mit einem Liter kaltem Wasser eingerührt.

Wichtig! Kein heißes Wasser verwenden.

Nach 24 Stunden den Auszug durch ein Tuch in einem Sieb abseihen. Mit einem Spritzer Spülmittel verliert die Brühe die Spannung und haftet besser.

Nicht verdünnen!
Nach einer Spritzung mit Efeu ist keine Wartezeit angezeigt.

Vielfach angewandt von den Gärtnern im Schönbrunner Palmenhaus.

WM

Bericht des Fachberaters vom 11. Juli 2023

Ein Sommer wie damals? Vielleicht schon ein bisschen zu Warm.
Wir werden uns auf längere und vermehrte Hitze Perioden einstellen müssen. Das Wetter ändert sich. Das bedeutet eine große Herausforderung für alle, die Gemüse, Obstbäume, Rasenflächen und Stauden pflegen und gestalten.

Eine Starke Wässerung am Morgen ist einem rudimentären Giesen am Abend vorzuziehen. Pilz- Erkrankungen können sich durch Giesen am Abend und das langsamere Abtrocknen in den Nachtstunden leichter ausbreiten.

Mulchen: Wichtiger denn je ist das Mulchen der Pflanzenbeete mit gehäckseltem Grünschnitt oder Rindenmulch um die Feuchtigkeit des Bodens länger halten zu können.

Rasenschnitt Bei diesen hohen Temperaturen achten wir darauf das der Rasenmäher so eingestellt ist das zumindest 4 bis 5cm Rasenhöhe stehen bleibt. Es verhindert ein zu schnelles Austrocknen und verbrennen der Rasennarbe. Nach Möglichkeit sollte nur vor einem zu erwartenden Regen gemäht werden.

Erdbeeren: Regelmäßig wässern, Erdbeeren reagieren sehr empfindlich auf Trockenheit, indem sich die Blattränder braun verfärben und eintrocknen. Eine dünne Mulch Schicht, z.B. aus Rasenschnitt, schützt den Boden vor Austrocknung, ersetzt aber nicht regelmäßiges Wässern. Bevorzugen Sie dafür nach Möglichkeit gesammeltes Regenwasser, das vertragen die Pflanzen besser.

Regenwasser: Beim Sammeln von Regenwasser achten sie auf gut verschlossene Behälter um Gelsen Brut zu verhindern.
Alte Badewannen sind für das Sammeln von Regenwasser wegen Gelsen Brut gänzlich ungeeignet.

Dünger: Stark zehrende Gemüsepflanzen wie Kürbis, Zucchini und Paradeiser brauchen wöchentliche Düngergaben. Dazu eignet sich besonders der eigene Kompost oder Gratis Kompost vom 48er Mistplatz. Einfach so viel Kompost aufbringen wie Erde verschwindet. Besonders gut zu beobachten, wenn die Pflanzen in ausreichend großen Töpfen gezogen werden.

Baumschnitt: Gerade bei Weichselkirschen ist der sommerliche Nachernteschnitt besonders wichtig, denn die Bäume tragen am besten am einjährigen Holz. Schneiden Sie daher die abgeernteten Zweige bis zu einem neuen Austrieb zurück. Dieser bildet dann zahlreiche Blütenknospen und im kommenden Jahr entsprechend Früchte. Machen Sie keinen Verjüngungsschnitt, es bilden sich zwar Früchte, jedoch deutlich weniger. Leider wird mit dem Baumschnitt oft bis zum Herbst oder Winter zugewartet, mit dem Argument, dass die kahle Krone eine bessere Übersicht gewährt. Der Baumschnitt sollte am besten gleich nach der Ernte durchgeführt werden. Der Baumgesundheit ist ein später Schnitt abträglich! Ein Baumschnitt im Frühjahr ist da viel besser, der Baum hat dann genügend Zeit die Wunden zu verschließen.

Schädlinge: Die ersten Reiswanzen Nymphen sind geschlüpft. Im Larvenstadium der Grünen Reiswanze ist sie schwarz mit weißen Punkten. Die Grüne Reiswanze ist eine Wanze, die hauptsächlich Hülsenfrüchte, aber auch zahlreiche Gemüse-, Obst- und Ackerkulturen sowie Ziergehölze befällt. Sie verursacht Saugschäden an Früchten, wodurch es zu Fleckenbildung, Verkorkungen und Deformationen kommt. Stangenbohnen werden schneller ausgesaugt als sie wachsen können.
Die Gelege der Reiswanze befinden sich immer auf der Blatt Unterseite. Vernichten sie diese Gelege sofort. Zerdrücken oder das ganze Blatt in der Toilette entsorgen.

Auf jeden Fall sollte bei der Gartenarbeit wie immer kein Stress aufkommen und genügend Zeit zum Grillen mit Freunden und Nachbarn oder einfach nur zum Genießen des eigenen Fleckchen Grün bleiben.

Bericht des Fachberaters vom 13. Juni 2023

Gegenüber dem Vorjahr sind die Tages Temperaturen wieder im Normalbereich. Die Regenfälle der vergangenen Tage waren für unsere Kulturen und unseren Geldbeutel sehr hilfreich.
Die letzten frühlingsblühenden Sträucher wurden nach dem Abblühen zurückgeschnitten. Denn nur an den einjährigen Trieben werden im kommenden Jahr wieder Blütenknospen ansetzen.

Auch unsere Nadelgehölze, allen voran Eibe und Thujen, die für unsere Kleingärten zu groß werden, sollten schon in jungen Jahren durch Kürzen der Verlängerungstriebe klein gehalten werden.
Bei Rhododendren werden nach der Blüte die Blütenstände ausgebrochen. Vorsicht auf die Knospen. Zu Beginn der Hauptblütezeit für Rosen, zumeist im Juni, achten wir auf Rosenrost, Sternrußtau und Rosenmehltau.

Eine Spritzung mit einem zugelassenen Mittel aus dem Baumarkt hält diese Ärgernisse in Grenzen. Unsere Sommerblumen Beete sollten 4-5 Wochen nach Pflanzung gedüngt werden. Vorerst stickstoffreich, dann aber nur sporadisch Phosphor Cali betont.
Auch der Rasen sollte bereits seine zweite Düngergabe erhalten haben. Ebenfalls Stickstoff oder einem Langzeitdünger.

Die Topfpflanzen stehen nun im Freien. Auch hier die Düngegaben nicht vergessen und regelmäßiges Gießen, da die Topfpflanzen schneller austrocknen können als Pflanzen im Gartengrund.
Deshalb verzichten wir auf Plastik Töpfe und verwenden besser Tontöpfe.
Tontöpfe verhindern eine Überhitzung und schnelles austrocknen der Wurzeln.

Paradeiser werden an Stäben hochgezogen. Seitentriebe ausgeizen nicht vergessen. Beim Gießen darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden. Düngergaben nicht vergessen.
Unsere Stangenbohnen sind schon am Weg nach oben, falls wir die Jungpflanzen vor Schneckenfraß bewahrt haben.

Im Kampf gegen Schnecken sind wir für jedes brauchbare Mittel dankbar. Schneckenkorn ist zwar sehr effektiv aber nicht unumstritten.
Am besten hat sich der Schutz des heimischen Tigerschnegels bewährt. Er hält die Ausbreitung der eingeschleppten spanischen orange- bis rotbraunen Nacktschnecke in Grenzen.

Der Tigerschnegel ernährt sich von Pilzen, welken und abgestorbenen, selten auch von frischen Pflanzenteilen, sowie von Aas und räuberisch von anderen Nacktschnecken.
Der Tigerschnegel kann dabei Exemplare überwältigen, die ebenso groß sind wie er selbst. Weil Schnegel, unabhängig von ihrer Größe von maximal 20cm, die Eier anderer Schnecken und deren Nachkommen fressen, sind sie vor allem in Gemüsegärten als Nützlinge und nicht als Schädlinge anzusehen.
Fast alle Kirschen sind schon rot. An Birne und Zwetschke kann man gute Fruchtansätze sehen. Bei Marillen und Apfelbäumen dafür eher mäßiger bis Garnichts. Doch das ist sicherlich in jedem Garten anders. Nach wie vor achten wir auf Birnengitterrost, sowie auf Mehltau bei Apfel und Stachelbeere. Wichtig auch das „Ausdünnen“ bei überreichlichem Fruchtansatz. Die Frucht braucht genügend Platz zum Wachsen und Reifen. Außerdem darf der Baum nicht überlastet werden, damit er Blütenknospen für das nächste Jahr bilden kann. Die überschüssigen Früchte sollten mit der Schere abgeschnitten werden, die Fruchtstiele am Baum belassen. Keinesfalls abreißen.
Bei kräftig zurück geschnittenen Obstbäumen haben sich nun reichliche Wassertriebe entwickelt. Nichtbenötigte können entfernt werden.

Und sollten wir die Schneckenplage auch noch halbwegs in den Griff bekommen haben, dann bleibt uns vielleicht doch noch Zeit, Zeit für den Partner, Unterhaltung mit den Nachbarn, Grillfreuden an milden Abenden oder ganz einfach Zeit nur um den Moment zu genießen.

WM

Bericht des Fachberaters vom 9. Mai 2023

Die Eisheiligen stellen voraussichtlich auch dieses Jahr keine Gefahr für unsere Jungpflanzen und Sommerblumen dar. Das bisschen Rege in den vergangenen Wochen war zwar hilfreich, wird uns aber nicht vom kräftigen wässern befreien. Die Tagestemperaturen sind bereits auf gutem Wege zum Sommerlichem Niveau. Am 15 Mai sind die gefürchteten Eisheiligen vorbei und alles kann ins Freiland gebracht werden.

Die Blütenpracht der Frühlingsblüher ist vorbei. Ein saftiges Grün hat sich über unser Gärten gelegt.
Erste gute Fruchtansätze lassen uns auf eine reiche Ernten hoffen. Lediglich bei Marillen sieht es traurig aus. Bleibt nur zu hoffen das Schädlingen aller Art unserer Ernte nicht zu großen Schaden zufügen.
Deshalb bleiben wir auf der Hut und beobachten unsere Kulturen genau.

Jetzt sind die Fruchtstände bei Tulpen und Narzissen zu entfernen um eine Samenbildung zu unterbinden. Die Zwiebel von abgeblühten Zwiebelpflanzen ausgraben und eingeschlagen an schattiger Stelle einziehen lassen.

Frühlingsblühende Ziersträucher werden nun zurückgeschnitten, so dass die Blütenpracht der einjährigen Triebe im nächsten Jahr uns wieder erfreuen kann.

Bei Meltau auf Apfelbäumen Befallene Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden.

Birnbäume auf Birnengitterrost untersuchen. Bei ersten orangefarbenen Tupfern ist eine Spritzung zum Beispiel mit Duaxo universal Pilz-frei von Compo angezeigt.

Triebspitzendürre an der Marille und Zwetschken, die Wetterbedingt sehr unterschiedliche Fruchtansätze brachte, zeigt sich schon jetzt vereinzelt Triebspitzendürre. Auch hier gilt es, bis in das gesunde Holz zurückschneiden.

Vertikutieren sollte erst nach dem zweiten oder dritten Rasenschnitt erfolgen. Durch Einstreuen von Quarzsand wird der Boden gelockert. Für Düngung mit Stickstoff, Ausbesserung und Nachsaaten ist jetzt die richtige Zeit. Wichtig zu beachten bei Nachsaaten ist vor allem das gleichmäßige und regelmäßige Bewässern. Die eingeleitete Keimung der Grassamen durch ausreichende Feuchthaltung kann nicht mehr gestoppt werden. Ein späteres Austrocknen führt unwiderruflich zum Absterben der jungen Pflanzen.

Wichtig ist das regelmäßige Mähen des Rasens. Etwa einmal wöchentlich. Die Schnitthöhe sollte zwischen 3,5-5 cm liegen. Diese Erfahrungswerte sind vor allem von der Witterung abhängig.

Auch unser Gemüse darf jetzt nicht zu kurz kommen. Für die Aussaat von Stangenbohnen ist jetzt die richtige Zeit. Auch Paradeiser-, Salat-, Sellerie- und Kohlrüben Pflänzchen aussetzen. Bei Erbsen ist unbedingt auf die Fruchtfolge zu achten.

Die Anbauphase zwischen zwei Erbsenkulturen am gleichen Standort sollte mindestens 2-3 Jahre betragen, da ansonsten verschiedenste Welke Krankheiten zu Ausfällen führen können.

In der Hoffnung, dass nicht alle unsere Bemühungen unbelohnt bleibt schließe ich für Heute.

WM