Fachberatung

Willkommen auf den Seiten der Fachberatung.Persönlich sind wir für Sie in den Monaten März, April, Mai, Juni, Juli und September jeweils am ersten Samstag des Monats von 15-16 Uhr im Gerätehaus (direkt beim Eingang Dampierrestraße 16) da.


Bericht des Fachberaters vom 8. Februar 2018

Ich begrüße sie zu  unserer ersten Sitzung im neuen Jahr.

Laut Kalender ist der Winter da. Im Großraum Wien scheint der Schneezauber aber schon wieder vorbei zu sein. Wenigstens konnten wir unsere Schneeschieber einmal ausprobieren.

Im Gegensatz zu früheren Jahren war der Winter bis jetzt sehr trocken und mild. Es liegt zwar alles unter einer dünnen Schneedecke, aber das wird fürchte ich nicht lange so bleiben. Vielmehr hat uns der jetzige Winter mit trockenem  und zeitweise mildem Wetter überrascht. Unsere Immergrünen müssen daher mit Wasser versorgt werden.

Da es kaum gefroren hat, können wir unsere Wasserleitungen zeitweise aktivieren um der Trockenheit entgegen zu wirken.

Für unsere Geldbörse nicht gerade erfreulich so früh im Jahr mit dem Gießen beginnen zu müssen. Anderseits haben wir bis jetzt viel Zeit mit dem Freischaufeln von Wegen eingespart. Aber wer weiß, was uns das Wetter noch beschert.

Vögel, unsere braven Helfer, sollten weiterhin gefüttert werden. Auch wenn sie bis jetzt kaum vom von uns angebotenen Futter Gebrauch gemacht haben, verdeckt der frische Schnee jetzt das Futter in der Umgebung.

Zu beachten ist aber weiterhin, dass die Futterplätze so installiert sind, dass von Angreifern nicht zu leicht erreichbar sind. Vor allem sind streunenden Katzen aber auch Eichkätzchen und Raben Feinde unsere Vögel. Wenn jetzt auch nicht allzu viel im Garten zu tun ist, so werden wir uns auf die anstehenden Arbeiten vorbereiten.

So sind vor allem die jüngeren Bäume vor Frostschäden zu schützen, die  immer noch auftreten. Da unter Tags in der Sonne langsam Temperaturen weit über dem Gefrierpunkt erzielt werden, kommt es in unseren Bäumen zum aufsteigenden Saftfluss. Dieser kann bei den möglichen tieferen Nachttemperaturen gefrieren. Die Folge, Frostaufbrüche. Um unsere Bäume davor zu bewahren, sollten die Stämme z. B. durch Weißanstrich oder Abdecken durch Bretter oder andere Maßnahmen, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Im Fachhandel werden dafür diverse Mittel angeboten.

Anfang Februar können an trockenen und frostarmen Tagen Apfel- und Birnbäume ausgelichtet werden. Ebenso Johannisbeere- und Stachelbeersträucher. 

Auch auf die 0,5%tige Kupferspritzung an frostfreien Tagen mit zumindest +10°C  gegen die Kräuselkrankheit bei Pfirsich und Nektarine sollte nicht vergessen werden. Wird mit einer 3%tigen Schwefelspritzung gegen die Birnenblatt Pocken Milbe gespritzt, sollte dies ebenfalls erst bei etwa +10°C geschehen. All diese Spritzungen sollten in tropfnasser Benetzung erfolgen. Nur so wird eine optimale Wirkung zu erzielen sein.

Das Werkzeug für unsere Gartenarbeiten wird überprüft  und wenn nötig repariert. Irreparables muss ersetzt werden. Dabei ist auf Qualität zu achten. Billig Werkzeug vom Discounter versagt meist schon nach kurzer Zeit den Dienst.

Vielleicht ist der Gedanke, den einen ode r anderen Obstbaum zu pflanzen überlegenswert. In unseren Kleingärten werden Obstbäume zusehends weniger. Doch gerade in unseren Gärten, sollte kein Obstbaum fehlen. Macht dieser doch gerade den Kleingarten aus.

Überlegenswert ist vor allem was und womit  wir neu gestalten, oder auch Bewährtes beibehalten wollen. Was wir auch planen, es sollte in jedem Fall das Wohlgefühl und die Freude bestärken ein Kleingärtner zu sein. Dazu wünschen die Fachberater gutes Gelingen und viel Erfolg für Ihre und unsere Vorhaben im neuen Gartenjahr.

WM

Bericht des Fachberaters vom 9. November 2017

Ende Oktober gab es noch einmal alles. Einige spätsommerliche Tage, aber auch Regen und heftigen Sturm. So unangenehm der Sturm auch war, die auf den Obstbäumen verbliebenen Fruchtmumien hat fast alle der Wind mitgenommen.

Jetzt ist in unseren Gärten Saubermachen angesagt. Herumliegendes krankes Laub und Fruchtmumien gehört entsorgt, aber nicht auf dem Kompost.

Frisch gepflanzte Bäume oder Sträucher werden nochmals fest eingegossen.
In den nächsten milden Tagen können die wirklich allerletzten Pflanzungen vorgenommen werden.
Ansonsten belassen wir die Pflanzen lieber bis zum Frühjahr in den Baumschulen.
Die Wintergrünen wie Koniferen, Rhododendren und Buchsbäume gehören nochmals kräftig gegossen.

Rosen anhäufeln, Hochstammrosen  einpacken. Keinesfalls geschlossenen Plastikfolien wie Müllsäcke verwenden da hier Dunst entsteht der in der Nacht gefrieren kann und Schimmelpilz fördert.
Der Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr.

Unser gelagertes Obst sollte mindestens einmal pro Woche kontrolliert werden.
Eine einzige faule Frucht genügt um eine ganze Steige anzustecken und zu verderben.

Jetzt ist der letzte Termin in unseren Gärten für das Roden und Einwintern der nicht winterharten Zwiebeln und Knollen. Ebenso die letzte Möglichkeit zur Pflanzung unserer Frühjahrsblüher, wie etwa Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und viele mehr.

Ziergräser bleiben ungeschnitten. Erst im Frühjahr nach den Eisheiligen zurückschneiden.
Stehendes Wasser in den abgeschnittenen Halmen kann bei Frost die Stöcke zerstören.

Wenn nötig wird noch ein letztes Mal der Rasen geschnitten. Der Rasenschnitt mit gehäckselten Pflanzenteilen aus unserem Garten ist eine Bereicherung für unseren Komposthaufen.

Abgeerntete Gemüsebeete werden umgestochen und Kompost eingearbeitet.
Die oberste Bodenschicht wird dabei aufgelockert so das Wasser leichtert einsickern kann um die Frostgare zu ermöglicht.

Die bereits im Winterquartier befindlichen Kübelpflanzen werden öfters sehr genau kontrolliert, damit sich diverse Schädlinge, ob tierisch oder pilzlich, nicht ausbreiten können.
Notfalls auf Hilfsmittel aus dem Fachmarkt zurückgreifen.

Habe wir all das erledigt dann dürfen wir nicht vergessen unseren Garten winterfest zu machen.
Also alles Werkzeug sicher verwahren, das Wasser absperren und die Leitungen entleeren um im Frühjahr böse Überraschungen zu vermeiden.

Im Übrigen haben wir sicherlich noch etliches vor, und nicht nur im Garten.
Denn Weihnachten kommt auch heuer wieder.
Also noch alle Besorgungen erledigen und nur keinen Stress aufkommen lassen!

wm

Bericht des Fachberaters vom 12. Oktober 2017

Der Herbst hat den Sommer vertrieben. Fast über Nacht sind die sonnigen Tage vorbei. Unser Wetter hat sich auf regnerisch-trüb und kühl umgestellt.

Der Liegestuhl hat wahrscheinlich für das restliche Jahr ausgedient, außer es kommen noch ein paar schöne Herbsttage, dann kann es sein das er wieder hervorgeholt wird.

Herbstarbeit ist jetzt angesagt. Endlich können wir uns nach der Sommerpause so richtig austoben.

Wir nehmen den Obstbaumschnitt in Angriff. Die Steinobstbäume haben wir Großteiles schon im September bearbeitet. Nach dem Abernten des Kernobstes nehmen wir uns der Apfel- und Birnbäume an.

Dichte Kronen werden ausgelichtet. Altes abgestorbenes Holz entfernt. Alte Leimringe entsorgt und durch neue ersetzt. Der Frostspanner ist sicher schon bereit für den Aufstieg.

Sollten wir uns zur Pflanzung neuer Obstgehölze entschließen, so ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Ab Anfang Oktober bieten die Baumschulen unterschiedlichste  Sorten an. Beim Kauf sollte man sich wirklich gut beraten lassen. Zum Beispiel: Welche Sorte sich für den jeweiligen Standort und Lage am besten eignet. Nur so bleibt man vor späteren bösen Überraschungen verschont.

Beim Pflanzen sind dann einige wichtige Kriterien zu beachten. Falls man diese Hinweise nicht schon in der Baumschule erhält gilt als Grundregel folgendes:

Zuallererst wird eine ausreichend große Pflanzgrube ausgehoben und darauf geachtet, dass die spätere Baumscheibe nicht zu klein gerät. Ein Stützpfahl wird eingeschlagen.

Dieser sollte nicht zu dünn sein, denn er soll doch dem Bäumchen sicheren Halt bieten.

Dann wird das Bäumchen eingesetzt. Zuerst die abgestorbenen Wurzelteile entfernen und die verbleibenden Wurzeln vorsichtig in der Pflanzgrube ausbreiten. Gute Erde in das Pflanzloch einbringen (keinen Dünger!). Vorsichtig festtreten und anschließend einwässern. Nicht vergessen – die Veredlungsstelle soll mindestens 5-10 cm aus der Erde ragen. Dann das Stämmchen am Stützpfahl befestigen.

Am besten eignet sich dafür ein etwas stärkeres Hanfseil. Keinesfalls jedoch Draht.

Dieser könnte später einwachsen und unserer Neupflanzung ernsten Schaden zufügen.

Der Oktober ist aber auch die ideale Pflanzzeit für unsere Zierpflanzen. Ob dies nun Stauden oder Nadelgehölze  sind, der Fachhandel bietet mehr als wir pflanzen wollen oder können. Ebenfalls Stecklinge von Stauden können noch gemacht werden. Hierzu schneidet man einjährige Triebe mit etwa drei Augen ab und steckt sie mindestens zwei Augen tief in die Erde, ein Auge soll aus dem Boden herausstehen.

Vielmehr ist nicht zu tun, als zuzuwarten, dass der Steckling antreibt.

Blumenzwiebeln für die Frühlingsblüher werden jetzt ebenfalls gesetzt.

Auch in unseren Gemüsegärten hat der Herbst Einzug gehalten. Gut ausgereiftes Gemüse, vor allem unser Wurzelgemüse kann bei Schönwetter geerntet werden. Beste Lagerbedingungen sind bei etwa 2-3° C und hoher Luftfeuchtigkeit.

Unsere Paradeiser werden, wenn die Nachttemperatur  unter 10° C sinkt, abgenommen. Sie können bei Temperaturen bis 20° C im Raum nachreifen. Sie brauchen dazu kein Licht.

Die Kübelpflanzen sollen nun nach und nach ins Winterquartier übersiedeln. Sollten die Nachttemperaturen sich dem Gefrierpunkt nähern, so ist es allerhöchste Zeit umzusiedeln. Die Winterquartiere  sollten eine Temperatur von etwa 5-10° C bieten. Die Pflanzen vor dem Überwintern unbedingt auf Schädlingsbefall kontrollieren und nötigenfalls bekämpfen. So haben wir die Gewähr, auch im nächsten Jahr wieder gesunde, schöne Pflanzen zu haben.

Ich glaube also, wir alle haben noch einiges für die nächsten Wochen zu tun. Auf jeden Fall sollte es Spaß machen und gelingen, das wünsche ich ihnen.

wm

Bericht des Fachberaters vom 14. September 2017

Nach der Sommerpause darf ich sie alle recht herzlich begrüßen. Sind auch einige von uns noch vom Urlaub erschöpft, so ist es an der Zeit uns der kommenden Herbstarbeit zuzuwenden.

Unseren Rasen haben wir Mitte August das letzte Mal gedüngt. Spätere Düngungen sollen nur mit stickstoffarmen Produkten vorgenommen werden, da ansonsten das Wachstum in den Winter getrieben wird.

Unsere Obstbäume sind großteils abgeerntet. Verbliebene Früchte sollten ehest möglich entfernt werden um Monilia zu vermeiden. Monilia Fruchtmumien sind im Frühling nicht nur für uns, sondern auch für weit entfernte Kulturen eine erhebliche Infektionsgefahr. Monilia befallenes Material gehört in den Restmüll und nicht auf dem Komposthaufen! Leider wissen das immer noch nicht Alle.

Die Ernte von Marillen war vielerorts sehr gut, auch bei Pfirsichen recht zufriedenstellend. Bei Zwetschken trat mancherorts verstärkter Befall durch die Pflaumensägewespe auf, so kam es zu eher geringen Ernteerträgen. Doch dies ist, wie gesagt, regionsweise unterschiedlich.

Mit dem Baumschnitt für Steinobst sollten nun begonnen werden. Spätestens aber nach dem Abernten.

Vor dem Auftreten der ersten Nachtfröste, etwa Ende Oktober, sollten Leimringe gegen den Frostspanner an den Stämmen der Bäume und eventuellen Stützpfählen angebracht werden. So kann man einigermaßen sicher sein, dass die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners kleben bleiben und ihre Eier nicht in den Baumkronen ablegen.

Eine im Frühjahr durchgeführte Austriebsspritzung ist sicherlich eine gute Ergänzung, um die vielleicht doch in den Baumkronen deponierten Ei Gelege zu ersticken. Austriebsspritzungen in einzelnen Gärten sind jedoch nicht besonders zielführend. Guten Erfolg kann nur eine flächendeckende Maßnahme über eine gesamte Garenanlage bringen.

Im September kann man sich auch schon Gedanken machen, welche Blumenzwiebel zu setzen sind, um im Frühjahr wieder durch ihre Blütenpracht erfreut zu werden. Jetzt ist auch die Zeit um Stecklinge von Blütensträuchern zu vermehren.

Bei Neuanschaffungen aus den bunten Pflanz- und Samenkatalogen achten wir besonders auf Regional heimische Angebote.  Pflanzen aus fernen Ländern, also Neophyten, haben in unseren Gärten nichts verloren.Die Gefahr der Einschleppung von neuen Schädlingen, für die es bei uns keine natürlichen Feinde gibt, ist viel zu groß. Auch neue Krankheiten können durch diese Neophyten eingeschleppt werde für die unsere heimischen Kulturpflanzen, Bäume und Sträucher keine Abwehr kennen. Wir erinnern uns an das Ulmen Sterben. Aktuell stirbt die Esche, und zwar an einem aus Asien eingeschleppten Schlauchpilz. In seiner Heimat verhält sich dieser Pilz Hymenoscyphus fraxineus harmlos, weil er sich mit der dort ansässigen Mandschurischen Esche gemeinsam entwickelt hat.

Aber lassen wir das Unangenehme nicht über uns Besitz ergreifen. Freuen wir uns vielmehr auf die letzten noch kommenden schönen Spätsommer- und Herbsttage, bevor wir uns voller Tatendrang in die Herbstarbeiten stürzen. So schließe ich meinen heutigen Bericht und bitte, genießen sie die noch kommenden schönen Tage.

wm

Bericht des Fachberaters vom 13. Juli 2017

Heute möchte ich Ihnen von unserer Tätigkeit in der Fachgruppe berichten. So hatten wir, wie jedes Jahr im Juni, Gartenberatungen geplant.

Es sind allerdings aus zeitlichen und organisatorischen Gründen nur zwei Termine zustande gekommen.

Die Gartenberatung im Kleingartenverein Spallart wurde am 24. Juni bei schönem Wetter durchgeführt.
Ein Großteil der Gaten Besitzer war anwesend und gegenüber den Fachberatern sehr aufgeschlossen.

Das zeigt, dass diese Beratungen sich zu einer beliebten Einrichtung entwickelt haben.

Unsere zweite Beratung diesmal ausnahmsweise am 1. Juli war für den Kleingartenverein Rosental geplant und fiel wortwörtlich ins Wasser.

Ausgerechnet von 09:00 bis 11:00 goss es in Strömen, um dann kurz nach 11:00 aufzuklaren und mit einem schönen Nachmittag aufzuwarten. Dagegen ist man machtlos, außerdem blieben auch die Gartenbesitzer zuhause.

Für das kommende Jahr nehmen wir eben einen neuen Anlauf für diese wichtige Aufgabe.

Mit unseren Beratungen kommen wir also sehr gut an. Da wir immer auch unsere Neulinge mitnehmen, und für sie das Gesehene und Gehörte ungemein lehrreich ist, so sind wir überzeugt, dass wir “Die Fachberater“ auch in Zukunft mit unserem Wissen überzeugen können.

Auch Termine zu Sitzungen der Landesfachgruppe wurden wahrgenommen. Dabei ging es um BIO Diversitäten im Kleingarten so wie Apfel und Birnen Sorten früher und heute.
Da sind auch immer ein paar interessante Sachen dabei.

Soviel zu einigen unserer Aktivitäten, doch nun zu anderen Tätigkeiten.
Ein wenig Zeit durften wir unseren eigenen Gärten widmen. Bedingt durch das warme bis tropische Wetter und die geringen Regengüsse, ist unser Wasserverbrauch sicherlich schon etwas angestiegen.
Trotzdem sind Rasenschnitte nötig. Das Aufkommen an Schnittgut ist groß. Doch mit Mulchen unter unseren Hecken oder bei Baumscheiben kann auch dieses nutzbringend verwendet werden. So wird das wertvolle „Düngematerial“ nicht an die Biotonne verschwendet.
Zudem sind auch schon die ersten Ernteerträge von Erdbeeren, Ribiseln und Kirschen eingebracht und verarbeitet. So haben wir vieles schon erledigt.
Freuen wir uns auf die nächsten schönen Tage, und lassen wir es uns bis zu den kommenden Arbeiten im Garten gut gehen.
Schließlich haben wir Urlaubszeit.
Eine schöne und erholsame Zeit und kommen sie gesund durch den Sommer.

Das wünschen ihnen die Fachberater.

wm